Der Schimpanse

Steckbrief

Lat. Name: Pan troglodytes
Ordnung: Primaten
Familie: Hominidae
Gattung: Pan
Verbreitung: Mittel-Afrika (von Senegal über Nigeria, und den Norden und Osten der Demokratischen RepublikKongo bis Uganda und Tansania)
Lebensraum:  Mosaik von Wald- und Grasflächen der Savanne bis hin zu tropischen Regenwäldern in Höhen bis zu 3.000 Metern
Größe: Männchen 80-100cm; Weibchen 70-85cm
Gewicht: Männchen 40-60kg, Weibchen 30-45kg
Körperbau: längere Arme als Beine; enden in fünf Fingern beziehungsweise Zehen;
Kopf ist durch die hervorragenden, runden Ohren, die Überaugenwülste und die hervorstehende Schnauze charakterisiert
Fell: weitgehend braun-schwarz Fell; bei älteren Tieren auf dem Rücken oft grau
Nahrung: Früchte, Körner, Blätter, Insekteneier, Honig und einige Wirbellose Tiere
Fortpflanzung: Tragezeit durchschnittlich 230 Tage
Lebensdauer: ca. 40-50 Jahre
Gefährdung:  stark gefährdet (etwa 172.000 bis 300.000 Individuen)

Allgemeines:

Wir Menschen und die Affen haben gemeinsame Vorfahren. Unsere Gene sind zu 99% gleich. Schimpansen gelten als die intelligentesten Tiere.

Körperbau:

Schimpansen haben den typischen Körperbau der Menschenaffen. Der Rumpf ist 70-79cm lang. Wenn sie sich auf ihre Hinterbeine aufstellen erreichen sie eine Körpergröße von 100-170cm. Die Weibchen sind aber deutlich kleiner als die Männchen. Der Schimpanse hat keinen Schwanz, so wie auch alle anderen Menschenaffenarten. Bei dem Schimpansen sind die Arme deutlich länger als die Beine. An ihren Händen und Zehen besitzen sie je 5 Finger bzw. Zehen. Ihre Hände und Zehen eignen sich perfekt zum greifen. So können sie zu echten Kletterprofis werden. Das Gesicht, die Handflächen, die Regionen am After und die Oberseite von Fingern und Zehen sind unbehaart. Das charakteristische Aussehen geben die hervorstehende Schnauze und die Wülste über den Augen.

Lebensweise:

Tagsüber sind die Schimpansen sehr aktive, dann halten sie sich am Boden aber auch auf den Bäumen, wo sie dann von Ast zu Ast klettern, auf. Wenn Schimpansen auf dem Boden laufen stützen sie sich auf den Knöcheln ihrer Hände ab. Nachts schlafen sie dann in Nestern auf Bäumen. Diese bestehen aus Zweigen und Blättern.

Sozialverhalten:

Schimpansen sind sehr gesellige Tiere und leben in Gruppen von bis zu 60 Tieren. Die sich in kleine Untergruppen aufteilen. Die Tiere finden sich oft zu neuen Gruppen zusammen der Anführer ist meistens ein Männchen. Wichtig bei den Schimpansen ist auch die Fellpflege. Dabei kann man die Rangordnung wieder erkennen: rangniedrigere Tiere pflegen meist Ranghöheren das Fell. Schimpansen sind aber auch manchmal sehr aggressive Tiere. So kommt es in Gruppen mit jungen Männchen oft zu Kämpfen.

Merkmale:

Schimpansen sind Knöchelgänger, aber sie bewegen sich oft auch zweibeinig wie wir Menschen. Die Weibchen haben eine Genitalschwellung. Außerdem sind die Schimpansen für die Benutzung und Herstellung von Werkzeugen bekannt.

Fortpflanzung:

Schimpansen sind das ganze Jahr über fruchtbar. Wenn ein Schimpansen Weibchen zur Paarung bereit ist, ist das an einer Schwellung am Gesäß deutlich sichtbar. Die Tragezeit beträgt rund 230 Tage. Ein Schimpansenbaby wiegt bei der Geburt rund 2 Kilogramm. Die jungen Schimpansen sind sehr lange von ihrer Mutter abhängig. Mit 7-9 Jahren werden sie dann geschlechtsreif. Die Fortpflanzung folgt dann meist wenn sie älter als 13 Jahre sind.

Kommunikation:

Die Schimpansen verständigen sich mit verschieden Lauten und mit einer ausgeprägten Körpersprache. Die Sprach besteht aus vielen Gesten und Gebärden.

Nahrung:

Schimpansen sind Allesfresser. Ihre Hauptnahrung besteht aus Blüten, Blätter, Nüssen, Früchten, Samen, Insekten, Raupen und viele kleine Tierchen.

Bedrohung:

In freier Natur gelten die Schimpansen als bedroht. Der Hauptgrund dafür ist die Zerstörung ihres Lebensraums mit Hilfe von Waldrodung. 

Da in manchen Ländern die Armut der Menschen zunimmt, landen die Schimpansen oft im Kochtopf, denn das Fleisch der Schimpansen ("Bushmeat" was einen süßlichen Geschmack hat) ist für die Menschen dort lebensnotwendig (es ist aber auch oft eine alte und beliebte Tradition). Die Bauern verteidigen ihr Land, dass die Schimpansen "zerstören" und "nieder drampeln". Die Innereien der Affen bekommen die Hunde, den Rest die Familie.

Jedoch kann das Affenfleisch auch Krankheiten an den Menschen übertragen (Ebola; eine Art Fieber). Diese Krankheit ist ansteckend und somit kann die ganze Bevölkerung von der Krankheit betroffen werden und somit eine Epidemie ausbreiten kann.

 

Es gibt nur noch weniger als 300.000 Schimpansen in der freien Wildbahn!!!

Helfen auch Sie mit und werden Sie Pate oder spenden Sie einfach. Nähere Informationen unter

www.wwf.de

 

Aber Sie können auch ganz einfach helfen, indem Sie kein Tropenholz bzw. keine Möbel oder ähnliches die aus Tropenholz bestehen kaufen .