Der Bonobo

Steckbrief

Lat. Name: Pan paniscus 

Ordnung: Primaten

Familie: Hominidae

Gattung: Pan

Verbreitung: Zentral-Afrika; auf die Demokratische Republik Kongo zwischen Kongo Kasaifluss beschränkt

Lebensraum: nur immergrüne Regenwälder unter 1500 Meter

Größe: Männchen 73-83 cm, Weibchen 70-76 cm (selten in freier Wildbahn bestimmt)

Gewicht: Männchen ca.39 kg, Weibchen ca.31 kg

Körperbau: leichter als bei den Schimpansen; schmaler Brustkasten, längere Glieder und Zähne als beim Schimpanse

Fell: Fell wie bei den Schimpansen; aber Gesicht völlig schwarz, Kopfhaare seitlich abstehend, weißes „Schwanzbüschel“ bei Erwachsenen oft erhalten

Nahrung: reife Früchte, Blätter, einige Wirbellose

Fortpflanzung: Tragzeit: 230-240 Tage

Lebensdauer: Unbekannt

Gefährdung: Stark gefährdet

 

Allgemeines:

Der Bonobo oder auch Zwergschimpanse genannt ist eine Primatenart und gehört der Familie der Menschenaffen an. Der Bonobo gehört gemeinsam mit den Schimpansen zu der Gattung der Schimpansen.

Körperbau:

Der Kopf des Bonobos hat eine Rumpflänge von 70 bis 83 cm. Typisch ist der gescheitelte Haarschopf und die hellen Lippen. Die Männchen erreichen ein Gewicht von 37 bis 61 kg, während die Weibchen ein Gewicht von 27 bis 38 kg erreichen. Das Fell ist dunkelbraun oder schwarz. Die Arme und Beine sind deutlich länger und schlanker als bei dem Schimpansen, wobei die Arme länger sind als die Beine. Das Gesicht ist unbehaart. Der Schädel ist rundlich und zierlich gebaut. Die Ohren sind rundlich und ragen aus dem Fell heraus. Wie bei allen afrikanischen Menschenaffen sind Überaugenwülste vorhanden. Die Schnauze steht hervor und die Männchen und Weibchen sind annähern gleich groß.

Lebensweise:

Die Bonobos suchen ihre Nahrung auf Bäumen und auf dem Boden, jedoch sind sie vorwiegend Baumbewohner. Sie bewegen sich mit dem vierfüßigen Knöchelgang fort. Auf Bäumen zeigen sie eine größere Bewegungsvielfalt, sie klettern mit allen vier Gliedmaßen aber auch nur Zweibeinig und sie hangeln sich die Bäume entlang. Bonobos sind tagaktiv, rasten in der Mittagszeit und bauen sich am Abend ein Schlafnest aus Blättern hoch oben im Baum, was in der Regel nur einmal benutzt wird.

Sozialverhalten:

Bonobos leben in Großgruppen von 40 bis 120 Tieren, die sich oft in Untergruppen teilen (meist von 6 bis 23 Tieren. Die Untergruppen der Bonobos sind groß,sehr stabil und öfter geschlechtlich gemischt. Sie leben selten alleine und wenn dann nur Männchen. Es gibt oft Streitereien um die Rangordnung, welche jedoch mit sexuellen Interaktionen beschwichtigt werden. Die Weibchen übernehmen die Führungsrolle. Die Weibchen stehen sich gegenseitig näher als die Männchen. Die Weibchen pflegen sich öfter gegenseitig das Fell, als die Männchen. Die Männchen bleiben zeitlebens in engen Kontakt mit ihrer Mutter und wechseln nicht die Gruppe.

Sexuelle Interaktion:

Die Interaktionen erfolgen zwischen den einzellnen Gruppenmitgliedern sehr friedlich und beinhalten häufig Sexualverhalten. Diese lindern Reaktionen von Spannungen und wird unabhängig von Alter, Geschlecht und Rangstufe durchgeführt. Der Sexuelle Kontakt wird auch für Nahrungsaustausch gebraucht. Andere Formen beinhalten den Oralsex, das Streicheln der Genitalien und das Zungenküssen. Die Weibchen praktizieren häufig das gegenseitige Aneinanderreiben der Genitalregionen. Die Männchen dagegen führen sogenannte „Fechtkämpfe“ mit ihrem Penis durch oder reiben ihr Skrotum am Gesäß eines anderen Tieres.

„Aus Furcht, dass dies den Eindruck einer krankhaft sexbessesenen Spezies erweckt, muss ich hinzufügen, basierend auf hunderten Stunden der Beobachtung der Bonobos, dass ihre sexuelle Tätigkeit eher beiläufig und entspannt ist. Sie scheint ein vollständig, natürlicher Teil ihres Gruppenlebens zu sein. Wie Menschen üben Bonobos die Sexualität nur gelegentlich aus. Außerdem ist der sexuelle Kontakt bei einer durchschnittlichen Kopulationsdauer von 13 Sekunden ein nach menschlichen Standards ziemlich schnelle Angelegenheit.“

Territorialverhalten:

Die Reviergröße einer Großgruppe umfassen 22 bis 68 Quadratkilometer. Die Territorien von den verschiedenen Gruppen können sich überlappen, wobei sich die Affen bei Begegnung meist aus dem Weg nehmen.

Kommunikation:

Die überwiegende Kommunikation besteht aus Lauten, wobei die Verwendung von Körperhaltung und Gesichtsausdrücken nicht ausbleibt.

Nahrung:

Bonobos sind Allesfresser ernähren sich aber vorwiegend von Pflanzen und Früchten.

Bedrohung:

Bonobos sind genau wie alle anderen Menschenaffen stark bedroht. Die Gründe sind ähnlich wie bei den anderen Affen. Sie sind durch Abholzung und durch die Bejagung. (siehe Startseite)

 

Die Bonobos sind genau wie alle anderen Menschenaffen stark bedroht.

 

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